Laut der Internetseite Jomhuriyyat waren viele Geschäfte und Bazare in diesen Städten geschlossen. Tausende Menschen nahmen an Protestdemonstrationen teil, zu denen die Partei Frieden und Demokratie aufgerufen hatte. Manche von ihnen hatten das Gesicht vermummt, sie sperrten die Straßen in der Region Baghlar in Diyarbakir und griffen die Polizei mit selbstgebastelten Bomben und Steinen an. Die Polizei setzte Tränengas gegen die Demonstranten ein.
Auch in anderen Städten in der Region gab es Kundgebungen für den Chef der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK), Öcalan. Er sitzt seit 1999 auf der Gefängnisinsel Imrali bei Istanbul in Haft. Im Gefängnis verhandelt er seit über einem Jahr mit dem türkischen Geheimdienst über eine friedliche Beilegung des Kurdenkonflikts, dem seit 1984 rund 45.000 Menschen zum Opfer gefallen sind